Hinweis: Diese Seite ist Teil der RS-125-Werkstattseite meines Internetblogs und steht mit dem Hersteller (Aprilia/Piaggio) in keiner Verbindung. Es handelt sich hier um selbst verfasste Reparaturanleitungen, Hinweise, Tipps und Tricks zur alten Aprilia RS 125 mit Zweitaktmotor bis Baujahr 2012. Dieses Blog wird privat ohne kommerziellen Hintergrund und Nutzen betrieben. Jegliche Haftung für jegliche Schäden, die sich aus den hier veröffentlichten Anleitungen und Daten ergeben könnten, ist generell ausgeschlossen.

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Das Federbein, welches ab Werk in der RS 125 verbaut ist, bietet außer der Federvorspannung keinerlei Einstellmöglichkeiten. Das ist auch bei anderen Fahrzeugen durchaus üblich und wie bei anderen Fahrzeugen auch, können Stoßdämpfer einem Verschleiß unterliegen.

Die Kolbenstange ist mit einer Hutmanschette unter der Kappe sowie einer Stangendichtung in der oberen Führungsbuchse abgedichtet. Bei Verschleiß dieser Dichtungen kann Schmutz von außen eindringen und den Stoßdämpfer beschädigen oder das Öl kann entweichen.

Es ist keine Kunst, die Feder vom Stoßdämpfer zu entfernen. Die blaue Kappe auf dem Dämpfer ist nur gesteckt und kann mit einer Zange gedreht und abgezogen werden. Unter der Kappe befindet sich eine Hutmanschette, darunter ein Bauteil mit der Aufschrift „NON APRIRE – PRESSIONE“, was soviel bedeutet wie „Nicht öffnen, Behälter steht unter Druck“.

Spätestens hier ist klar: Der Dämpfer sollte nicht geöffnet werden. Man merkt auch, dass man die Kolbenstange nur schwer von Hand in den Dämpfer drücken kann. Problematisch ist: Damit lassen sich auch die Dichtungen nicht tauschen.

Zum Tausch der Dichtungen muss die Kolbenstange ausgebaut werden, was bei solchen Stoßdämpfern nicht vorgesehen ist. Warum das so ist, sieht man, wenn man den Dämpfer von Innen anschaut.

Aufgetrennter Stoßdämpfer mit Komponenten

Im unteren Bereich des Dämpfers befindet sich ein Gaspolster, welches mit einem Trennkolben vom Dämpferöl getrennt ist und unter Druck steht. Damit steht das gesamte Dämpferöl unter Druck, so verhindert man, dass das Öl beim Bewegen des Dämpfers auf der Seite, die bei der Bewegung auseinander gezogen würde, kavitiert. Solche Konstruktionen sind nicht reparierbar, das Gas wird bei der Herstellung mit einer Maschine eingefüllt und der Behälter unter Druck verschweißt.

Es wäre nun möglich, ein Füllventil für das Gaspolster nachzurüsten und den Dämpfer auf diese Weise wieder zu befüllen. Da die Dichtungen im Inneren allerdings auch keine weit verbreiteten Normteile sind und ein solcher Umbau den Preis eines kompatiblen Stoßdämpfers weit übersteigt (ein Dämpfer von YSS kostet ca. 150 €), lohnt sich eine Reparatur einfach nicht.

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