Krümmerbezeichnungen

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Je nach Modell und Leistung gibt es verschiedene Resonanzkörper, die für verschiedene Leistungen konzipiert sind und die maximale Motorleistung deutlich beeinflussen. Eigentlich heißt der vordere Teil des Auspuffs, der für die Leistung hauptsächlich verantwortlich ist, „Resonanzkörper„, wird aber umgangssprachlich oft als „Krümmer“ oder auf dem Papier als „Vorschalldämpfer“ bezeichnet.

Die Resonanzkörper haben eine Nummer eingraviert, anhand derer man bestimmen kann, welche Motorleistung mit dem Resonanzkörper möglich ist. Diese Nummern sind in diesem Artikel zusammengesammelt.

Zusätzlich zu den jeweils verbauten Resonanzkörpern werden zur Leistungsreduzierung oftmals Blenden in den Auspuff geschweißt, auch wenn dies technisch gar nicht nötig wäre. Je nach dem, welcher Auspuff nun verbaut ist, ist es also möglich, dass nach Ausbau einer eingeschweißten Krümmerdrossel dennoch nicht die volle Leistung möglich ist.

GS-Modell (Rotax 123)

GS – [e3] C114 235: Offener Krümmer für den Rotax 123

DGM 46160-S: Auspuff der AF1 Futura

Für das GS-Modell gibt es nur einen Krümmer und dieser ist nicht gedrosselt.

MP-Modell (Rotax 122)

Drossel-Rohr im Krümmerbauch des MPA0-e3-0039

Gedrosselt mit Rohr im Krümmerbauch (siehe Foto) sind folgende Krümmer:

  • MPA1 – [e11] – 0039
  • MPA0 – [e3] – 0039
  • MPA0 – [e11] – 0039

Der Auspuff für das MP-Modell mit voller Leistung (serienmäßig ohne Katalysator) trägt die Nummer

  • MPB1 – [e11] – 0039
  • MP01 – [e11] – 0039
  • MP [e3] 89/235 * 0014 *

Alle Auspuffanlagen der MP-Modelle haben keinen Katalysator.

SF-Modell

B – 1138: 4,5kW, SF0-Modell, mit KAT

B – 1137: 11kW, SF0-Modell, mit KAT

B – 1149: Offen, SF0-Modell, mit KAT

Auspuffanlagen mit Anschluss für ein Sekundärluft-System (SLS) haben ein kleines Metallröhrchen am Anfang des Krümmers zum Anschluss des Schlauchs vom Membranventil.

B – 1174: 5kW, SFF-Modell mit Sekundärluftsystem und KAT

B – 1173: 11kW, SFF-Modell mit Sekundärluftsystem und KAT

B – 1172: Offen, SFF-Modell mit Sekundärluftsystem und KAT

Den Bezeichnungen können noch die Länderkennzahlen [e11] und [e3] angestellt sein.

PY-Modell

ZD4 1020 [e3] [e11]: 5kW, PY-Modell mit Sekundärluftsystem und KAT

ZD4 1019 [e3] [e11]: 11kW, PY-Modell mit Sekundärluftsystem und KAT

ZD4 1021 [e3] [e11]: Offen, PY-Modell mit Sekundärluftsystem und KAT

RM-Modell

[e3] [e11] ZD4 1043 18 kW, ggf. mit zusätzlicher Drosselklappe

Kompatibilität zwischen den unterschiedlichen Modellen

Die Auspuffanlagen der Modelle mit Rotax 122 passen nicht auf die GS-Modelle mit Rotax 123. Der Krümmer ist zu groß und kann nicht unter dem Motor montiert werden. Die Auspuffanlagen der GS-Modelle mit Rotax 123 lassen sich zwar unter dem Motor montieren, sind dann aber nicht richtig zum Zylinderauslass ausgerichtet und können mit der Verkleidung kollidieren. Die Auspuffanlagen sind zwischen den Motoren daher eigentlich nicht kompatibel. Weitere Unterschiede zwischen den Motoren sind im Artikel Unterschiede zwischen Rotax 122 und Rotax 123 beschrieben.

Die Zulassung der Anlagen gilt jeweils nur für die jeweiligen Modelle, für die diese zugelassen sind, ein Tausch wäre eine unzulässige Veränderung des Abgasverhaltens des Motors. Der Ausbau des Katalysators oder der Tausch des Auspuffes gegen ein Modell ohne Katalysator hat, sofern es entdeckt wird (und davon sollte man ausgehen), erhebliche Konsequenzen. Wegen der erloschenen Betriebserlaubnis ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass die Maschine vor Ort stillgelegt wird. Neben dem Fahren ohne Betriebserlaubnis kommt möglicherweise der Straftatbestand der Steuerhinterziehung hinzu.

Das Sekundärluftsystem (SLS) ist eigentlich Teil des Katalysators und keine Abgasrückführung. Damit wird dem Katalysator Luft zugeführt, was zu einer Temperaturerhöhung am Katalysator führt. Es sollte keinesfalls einfach abgeklemmt oder ausgebaut werden, sonst besteht neben der Problematik mit zu hohen Emissionswerten die Gefahr, dass der Katalysator sich mit Verbrennungsrückständen zusetzt.