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Der Membranblock, der übrigens so auch im Rotax Max im Kartsport so zu finden ist, bietet ein paar kleinere Stellen, an denen man ein wenig optimieren kann.

Für eine bessere Dichtwirkung lässt sich der Membranträger mit feinem Schmirgelpapier auf einer planen Fläche abschleifen (Körnung 400-600 ist völlig ausreichend), die Dichtflächen sind nur plangefräst. Für den Original-Membranträger gibt es z.B. Membrane von Boyesen, weit verbreitet sind auch Carbon-Membrane, die es von einer ganzen Reihe von Herstellern gibt.

Günstige Carbon-Membrane sind mit Vorsicht zu genießen. Brechen diese oder Fasern lösen sich, kann das einen fatalen Motorschaden verursachen (Kurbelwellenlager-, Pleuel- oder Zylinderschaden!). Die RS 125 hat serienmäßig schon Membranen aus Faserverbundkunststoff verbaut, dessen mechanische Eigenschaften nach einigen Jahren Betrieb sich ändern können. Werden da neue Carbon-Membranen verbaut, können diese sich vermeintlich besser anfühlen als die alten, verschlissenen Original-Membranen. Carbonfaserverbundwerkstoffe haben, vor allem bezogen auf ihr Gewicht, extrem gute Zugfestigkeiten. Das heißt nicht, dass man sie gut und oft biegen kann. Carbonfaserverbundwerkstoffe sind nicht pauschal für jeden Einsatzzweck geeignet, man kann diese als Platten kaufen und daraus alles mögliche daraus schneiden – auch vermeidliche Tuning-Membranen. Diese werden zu Spottpreisen auf diversen Online-Portalen angeboten.

Optimierungsmöglichkeiten gibt es auch am Ansaugstutzen selbst. Das Ende, welches in den Membrankasten ragt, ist hinsichtlich der Geometrie nicht ideal. Es gibt hier Einsätze, die vorn auf den Ansaugstutzen gesteckt werden und die Strömung optimieren, die Zungen des Ansaugstutzens werden dabei abgeschnitten.

Komplette Membranblöcke

Neben Austausch-Membranen für den Original-Membranträger gibt es auch komplette Membranblöcke von einigen Herstellern.

Moto Tassinari VForce 3

Der VForce-3-Membranblock ist mittig geteilt und mit Carbon-Membranen ausgestattet. Für den Einbau muss der Ansaugstutzen abgeschnitten werden, ein Stutzen wird nicht mitgeliefert.

Italkit Double Prisma

Der Italkit Double-Prisma-Membranblock ist wie der VForce-3-Membranblock mittig geteilt und hat einen passenden Ansaugstutzen für den 34-mm-Vergaser.

Die Membranplättchen sind hier aus einem Werkstoff, der dem der Rotax-Membranen sehr ähnlich ist.

Polini Superval

Ein etwas älteres System von Polini, die Superval-Membrane, bestehen aus einer Vielzahl von kleinen Membranen.

Interessant sind die Angaben, die hier zur Bedüsung gemacht werden: Die Rückstoßwellen zum Vergaser sind geringer, daher soll die Größe der Leerlaufdüse um etwa 20 % verringert werden. Bei hohen Drehzahlen soll durch die „aerodynamische Form“ eine größere Luftmenge angesaugt werden, weshalb die Hauptdüse um 20 bis 25 % vergrößert werden soll.

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