Hinweis: Diese Seite ist Teil der RS-125-Werkstattseite meines Internetblogs und steht mit dem Hersteller (Aprilia/Piaggio) in keiner Verbindung. Es handelt sich hier um selbst verfasste Reparaturanleitungen, Hinweise, Tipps und Tricks zur alten Aprilia RS 125 mit Zweitaktmotor bis Baujahr 2012. Dieses Blog wird privat ohne kommerziellen Hintergrund und Nutzen betrieben. Jegliche Haftung für jegliche Schäden, die sich aus den hier veröffentlichten Anleitungen und Daten ergeben könnten, ist generell ausgeschlossen.

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An der Vorderseite des Motors (sowohl am Rotax 122 als auch am Rotax 123) befindet sich eine kleine Bohrung. Tritt aus dieser Bohrung Kühlwasser oder Getriebeöl aus, ist dies ein Indiz für eine Undichtigkeit an der Wasserpumpe.

Die Dichtungen der Wasserpumpe trennen nicht direkt das Kühlwasser vom Getriebeöl, dazwischen befindet sich ein kleiner Raum, der über die Bohrung nach außen offen ist.

Schema der Dichtungen an der Wasserpumpe

Die Welle der Wasserpumpe wird mit zwei Wellendichtringen (10x26x7 WAS) abgedichtet. Das Gehäuse der Wasserpumpe wird zu jeder Seite hin mit einem O-Ring (26,7×1,8) abgedichtet.

Tritt nun Kühlwasser oder Getriebeöl ohne Vorankündigung aus dieser Bohrung aus, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Wellendichtring zur jeweiligen Seite defekt. Passiert dies hingegen nach einer Motor-Überholung, sind oft die O-Ringe nicht passend.

Einige Motordichtsätze, die man günstig von Drittherstellern kaufen kann, haben leicht abweichende Größen bei den O-Ringen, weshalb diese nicht immer dicht sind, zudem ist die Schnurstärke beim Originalteil bereits sehr dünn. Man kann den O-Ring gegen einen 26,5×2,0 austauschen, dieser lässt sich noch gut montieren.

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4 Kommentare

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  1. Habe einen frisch revidierten Rotax123. Wollte ihn gerade mit Kühlwasser füllen, da läuft es direkt wieder aus der Bohrung raus. Auch mit einer neuen Wasserpumpe und anderen O-Ringen / Simmeringen keine Besserung. Das Gehäuse sieht innen gut aus. Mir wurde empfohlen das Loch einfach zu schliessen, denke aber nicht, dass das eine gute Idee ist… Irgendwelche Tips?
    Danke übrigens für dein Hammermässiges Forum!

    1. Wird die Bohrung im Gehäuse (auf dem Bild ersichtlich) versiegelt, tritt immer noch Wasser aus. Es scheint also nicht an den Oringen zu liegen

      1. Habe den Übeltäter gefunden. Es wurde die falsche Kurbegehäusedichtung verwendet. Bei den meisten Dichtkits werdem zwei Dichtungen geliefert. Eine für die älteren 123er und eine für die neueren. Wenn die falsche verbaut wird entsteht ein spalt im Gehäuse, wo das Wasserpumpenrad dreht.

  2. Danke für den Tip. Meine RS hat mit 4000Km wohl einen Standschaden gehabt. Das Problem ist schnell gefixt.