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Zum Ausbau wird die Seitenverkleidung abgenommen und die beiden Schrauben oberhalb des Auspuffes an dem Schiebergehäuse gelöst.

Nach dem Entfernen der Schrauben wird der Auslassschieber mit Gehäuse aus dem Schlitz am Zylinder gezogen. Der Zug wird ausgehängt, indem man den Schieber in das Gehäuse drückt und um 180 ° dreht. Anschließend kann der Seilzug ausgehängt und der Schieber aus dem Gehäuse genommen werden. Dies ist auch der Grund, weshalb es zu Meinungsverschiedenheiten bzgl. der Einbaurichtung des Schiebers geben kann: Das Drehen beim Ausbau ist in den Explosionszeichnungen des Teilekataloges dargestellt.

Ausbau eines festsitzenden Auslassschiebers

Praktisch funktioniert das jedoch nicht immer, spätestens, wenn man jahrelang nicht nach dem Schieber geschaut hat und er einfach fest sitzt. Hängt der Schieber in offenem Zustand fest, kann man das Gehäuse auf dem Schieber drehen und so den Zug aushängen.

Folgendes hat sich bewährt:

  • Man kann versuchen, die Verbrennungsrückstände im Langloch, in dem der Schieber sitzt, mit WD-40 oder mit Diesel zu lösen. Dazu wird der Schlitz an den Seiten mit eine dieser Flüssigkeit befüllt. Das ganze muss eine Nacht einwirken. Möglicherweise lässt er sich dann am nächsten Tag mit etwas Kraft herausziehen. Der Schieber bricht leicht ab, also sollte man hier sehr vorsichtig vorgehen.
  • Es gibt ein offizielles Abzieh-Werkzeug zum Ausbau eines Auslassschiebers. Dieses kann man allerdings nur benutzen, wenn der Schieber nicht ganz bis zum Anschlag im Zylinder steckt.
  • Sollte der Schieber in geschlossenem Zustand festsitzen, gibt es auch keine Möglichkeit, den Zug auszuhängen. Es muss also die ganze Auslasssteuerung mitsamt Solenoid zusammen mit dem Zylinder ausgebaut werden. Hierzu muss auch die Batteriehalterung entfernt werden, wenn man den Motor nicht ausbauen möchte, sonst bekommt man den Zylinder nicht runter.
  • Auf gar keinen Fall sollte man mit einem Schraubendreher im Zylinder herumhebeln. Damit macht man mehr kaputt als man repariert.
  • Zum Schluss hilft noch rohe Gewalt: Wenn gar nichts mehr geht, sollte der Zylinder abmontiert werden. Den Schieber kann man dann von der Unterseite des Zylinders mit einem Bolzen heraus klopfen.

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