Das Getriebegehäuse wurde mit einem speziellen Reinigungsgerät von Öl und Schmutz befreit und das Getriebe heraus gebaut. Die Getriebewellen gaben beim Drehen ein schleifendes Geräusch von sich, wo sich herausstelle, dass dieses von den Lagern kam. Da alle Kugellager diese Laufgeräusche hatten, habe ich einen Satz neuer Kugellager mit Polyamidkäfig bestellt.

Interessant war vor allem, dass die RS250 über 2 Ölpumpen verfügt, eine Ölpumpe zur Frischölförderung an die Zylinder (2-Takt-Öl) und eine Pumpe im Getriebe, die das Getriebeöl auf die Lager pumpt. Dummerweise wird die Ölpumpe über ein Zahnrad auf der Getriebeausgangswelle (lose) angetrieben, das mit der Getriebeeingangswelle angetrieben wird. Zieht man also im Stand die Kupplung bei eingelegtem Gang, wird die RS 250 nicht mehr mit Frischöl versorgt.

Ich wurde ja bereits im Apriliaforum von den Schrauben des Getriebes gewarnt. Bis auf eine gingen alle durch rohe Gewalt und gute Schraubendreher auf. Die letzte musste ich dann aufbohren, das ging aber glücklicherweise von hinten und man konnte das Teil dank der Planflächen mit einer Schraube und einer Schraubzwinge direkt auf dem Bohrmaschinentisch befestigen, wodurch gewährleistet wird, dass der Bohrer auch wirklich nur die Schraube wegbohrt. Alle Gewinde dieses Getriebeteils habe ich nachgeschnitten, um die Überreste der Schraubensicherung zu entfernen. Die Senkkopfschrauben mit Kreuz werden mit Sicherheit nicht wieder verwendet, ich werde mir für das Getriebe TORX-Schrauben besorgen, denn die bekommt man auf, ohne dass man Werkzeug oder Schraube beschädigt.

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