Tuning: Luftfilter

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Es gibt zwei Themen beim Luftfilter, die man eigentlich getrennt betrachten sollte: Den Druckverlust und das Ansauggeräusch. Das Verringern des Druckverlustes macht sich vor allem bei hohen Drehzahlen (der Druckverlust steigt etwa quadratisch zum Volumenstrom) bemerkbar.

Pilzluftfilter bzw. konische Sportluftfilter sind vor allem laut, auffällig und hinsichtlich der Luftströmung nicht ideal. Sinnvoller ist es, den Original-Luftfilter etwas zu optimieren.

Filtermatte tauschen

Optimieren kann man den Original-Luftfilter durch Tausch der Filtermatte durch eine Filtermatte mit einem geringeren Strömungswiderstand. Passende Luftfiltermatten gibt es von TwinAir, Polini oder Pipercross, auch andere Hersteller bieten universell passende Filtermatten an. Auch die serienmäßig verbaute Luftfiltermatte tut ihren Dienst eigentlich sehr gut (Thema: Serienzustand pflegen).

Ansaugmuffe optimieren

Die Ansaugmuffe aus Gummi (umgangssprachlich oft „Schnorchel“ genannt) hat zwei Öffnungen mit einem Querschnitt von etwa 690 mm² an der kleinsten stelle. Zum Vergleich: Der Querschnitt im 28-mm-Vergaser beträgt 615 mm², im 34-mm-Vergaser aber 908 mm². Die Ansaugmuffe dient vor allem dem Dämpfen von Schall. Schall ist nicht nur hörbar, physikalisch beschrieben sind das Druckwellen und Druckwellen im Ansaugbereich können stören. Durch den kleinen Querschnitt entsteht hier trotzdem ein Druckverlust.

Den Querschnitt kann man relativ einfach erhöhen, indem man den vorderen Teil der Ansaugmuffe abtrennt und die Muffe andersherum in den Luftfilter einsetzt. Der kleinste Querschnitt beträgt dann etwa 1200 mm².

Die Ansaugmuffe ganz zu entfernen („entschnorcheln“) empfehle ich nicht, da das Motorrad dann auffällig laut wird und deutlich schlechter läuft. Meiner Meinung nach klingt es auch nicht sehr erwachsen.

Wird der Luftfilterkasten verändert, muss der Vergaser in der Regel neu abgestimmt werden. Erfahrungsgemäß sollte die Hauptdüse um ca. 5 vergrößert werden.

Hinweis: Änderungen am Luftfilter wie auch generell am Ansaugtrakt sind nur zulässig, wenn die Bauteile über eine entsprechende Zulassung verfügen oder die Änderung von einer anerkannten Prüfstelle abgenommen werden. Letzteres ist kaum möglich, daher führen solche Änderungen in der Regel zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

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